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Beweis gelungener Integration

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Als die Medien über die Nationalrats-Kandidatur von Keshtjella Pepshi auf der Liste der CVP Bern berichteten, wurde sie in den Kommentaren der Online-Foren mit Häme überschüttet. Sie erfuhr keinen Respekt für ihr politisches Engagement. Dabei ist die junge Frau mit kosovarischen Wurzeln ein gutes Beispiel einer gelungenen Integration: Sie macht sich stark für unsere Schweiz.

Junge Erwachsene engagieren sich politisch. Sie bringen sich in unsere direkte Demokratie ein. Das ist ein urschweizerisch Wert. Unser Land, unsere Familie lebt von der direkten Demokratie und dem ehrenamtlichen Engagement. Gerade von rechts-nationaler Seite wird mit Blick auf Zuwanderer stets Integration gefordert: Die Eingliederung in unsere Gemeinschaft, das Annehmen unserer Werte. Genau dies sehen wir mit Kandidaturen wie jener von Keshtjella Pepshi. Alles paletti, also?

Neid, Hass und Missgunst statt Respekt

Dass Schweizerinnen und Schweizer mit ausländischen Wurzeln für die CVP kandidieren, fand in den Medien grosse Beachtung. So wurde über den Kandidaten der JCVP Solothurn, Shpetim Xhemaili oder über die Kandidatin der CVP Bern, Keshtjella Pepshi breit berichtet. Die Berichterstattung war an sich ausgewogen. Natürlich haben sich die Medien aller Klischees bedient: Ein Muslim, der bei der CVP politisiert – geht das? Eine ex-Miss, die kandidiert – bringt es das? Albanische Secondos, die in der Schweizer Politik mitmischen – werden wir still erobert? Mit diesen, zuweilen dummen Klischees kann sowohl die Leserschaft als auch der Kandidierende umgehen.

Wenn ich aber vereinzelte Kommentare auf Online-Medien zur Kandidatur von Keshtjella Pepshi lese, werde ich traurig: Es geht um eine junge Frau mit Wurzeln im Kosovo. Sie wurde aber bei uns geboren. Hier ist sie aufgewachsen. Sie engagiert sich beispielhaft in unserem politischen System. Tenor einiger sehr lauter Online-Kommentare: Frau Pepshi wird mit Häme überschüttet. Was geht in den Köpfen dieser Menschen vor? Warum darf eine junge, attraktive, gescheite Frau nicht für Werte wie Familie, soziale Sicherheit, eine konstruktive Migrationspolitik und den Erhalt von Arbeitsplätzen mit bürgerlicher Einstellung kämpfen? Neid, Hass und Missgunst schlägt mir aus den Kommentaren entgegen – statt Anerkennung und Respekt.

Bi-nationale Kandidaten sind ein doppelter Gewinn

Glücklicherweise beissen Hunde, die bellen, nicht. Glücklicherweise sind Online-Kommentatoren nicht repräsentativ für unser Land. Glücklicherweise leben wir in einer freien Schweiz, einem freien Land, mit freien demokratischen Regeln – wo jeder und jede sich an der Demokratie beteiligen kann, wenn er das Schweizer Bürgerrecht hat. Es ist in unserer Wohlstandsdemokratie mit einer Stimmbeteiligung unter 50 % nicht immer einfach, Freiwillige zu finden, die sich politisch engagieren wollen. Für mich steht fest: Alle Kandidatinnen und Kandidaten – egal mit welcher Herkunft – verdienen unsere Hochachtung. In der CVP halten wir es so: Alle werden gleich behandelt – sie sind in erster Linie CVPler. Als Partei schätzen wir den doppelten Gewinn engagierter Politiker mit bi-nationalem Hintergrund – von ihrer Erfahrung und ihrem Wissen kann jede Partei und jedes Land nur profitieren! Wir inspirieren uns am besten an Lösungen, die die Welt zu bieten hat. An die Adresse der Rechtsnationalen rufe ich zu: Sich in der Politik seines Landes zu engagieren, ist der beste Beweis gelungener Integration. Stehen Sie zu Ihrer Integrationsforderung – und akzeptieren Sie auch deren Erfolgsgeschichten!

Werte sind wichtig – nicht primär die Herkunft

Die CVP hat schweizweit viele interessante, gute und engagierte Kandidatinnen und Kandidaten. Sie vertreten alle unsere christdemokratischen Werte. Ihre Herkunft ist daher nicht primär ein Kriterium. Was zählt, sind die Inhalte! Gerade unsere politische Beziehung mit dem Kosovo existiert seit Jahren bis hinauf auf die europäische Ebene. Darauf sind wir stolz. Ich bin diesen Menschen dankbar: Sie machen sich in ihrer Freizeit stark für die CVP, für unsere Familien, für ihren Kanton und für die Schweiz.

Kategorie: Allgemein | Kommentar schreiben

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Béatrice Wertli

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