19.02.2015 / Abstimmung 2015 / /

Ich mache mich stark – für gleichen Lohn für gleiche Arbeit!

Familien mit Kindern und insbesondere Familien mit Kindern in Ausbildung sind starken finanziellen Belastungen ausgesetzt. Familienzulagen sollen diese Mehrbelastung mindern. Heute kommt diese Unterstützung den Familien nur teilweise zugut, da durch die Besteuerung der Kinder- und Ausbildungszulagen durchschnittlich ein Fünftel wieder in die Staatskassen fliesst: Von 5 Milliarden Zulagen sackt der Staat eine Milliarde wieder ein!

Klar: Wer eine Familie gründet, fragt nicht zuerst nach den Kosten. Trotzdem: Mit der Geburt des ersten Kindes erleiden Eltern eine Kaufkraftminderung von 40 Prozent. Um diese Kaufkraftminderung zu kompensieren, werden Kinder- und Ausbildungszulagen ausgerichtet. Und was passiert dann? Die Familien geraten in eine höhere Progression und bezahlen mehr Steuern als Kinderlose. Faktisch wird dadurch der Grundsatz: Gleicher Lohn für Gleiche Arbeit ausser Kraft gesetzt!

Nur wenn die Familienzulagen von den Steuern befreit werden, können alle Familien, unabhängig vom Lebens- und Erwerbsmodell, die Zulagen für die Deckung eines Teils ihrer Kosten einsetzen.

Und noch etwas: Die Familien werden das zusätzliche Geld sicher nicht im Garten vergraben – sie werden es brauchen! Somit stärkt die Steuerbefreiung von Familienzulagen die Kaufkraft und den Binnenkonsum. Umso wichtiger in einer Zeit, wo unsere Wirtschaft das braucht und wir Arbeitsplätze in der Schweiz sichern sollten!