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„Jitze längt’s!“

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Es kann nicht sein, dass wegen der Kita-Kosten gerade gut qualifizierte Frauen oder Männer indirekt an den Herd gezwungen werden und dies in Zeiten, wo unsere Volkswirtschaft auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen ist. Die CVP Kanton Bern lanciert die Petition „Jitze längt’s!“. 

Eltern, die familienexterne Kinderbetreuung in Anspruch nehmen, sollen in der Steuererklärung nicht höhere Kosten als bisher abziehen dürfen. Das findet die Finanzkommission (Fiko) des bernischen Grossen Rats. Dabei hatte das Kantonsparlament Anfang Juni einen Vorstoss angenommen, der zum Ziel hat, den maximal möglichen Abzug von heute 3100 auf künftig maximal 8000 Franken zu erhöhen. Fast alle Fraktionen unterstützten diesen überparteilich eingereichten Vorstoss. Nun soll das Rad der Zeit wieder zurückgedreht werden – ein Schlag ins Gesicht aller berufstätigen Mütter und Väter, die auf die Fremdbetreuung ihrer Kinder angewiesen sind. Dies notabene in Zeiten, wo der Kanton Gewinne budgetiert. Besonders betrifft dies den Mittelstand mit höher qualifizierten Eltern – zum Beispiel, wenn beide Eltern einen höheren Abschluss haben und einer Erwerbstätigkeit nachgehen wollen. Sowohl diese Frauen und Männer selbst als auch der Staat haben in die Ausbildung Zeit und viel Geld investiert. Sollen diese Investitionen verloren gehen, weil die Rahmenbedingungen nicht stimmen. Volkswirtschaftlich macht das keinen Sinn!

Bei zwei Krippentagen pro Woche kostet die Fremdbetreuung pro Kind und Jahr zirka 12‘000 Franken. Bei zwei Kindern sind dies 24‘000 Franken, bei dreien 36‘000 Franken. Von den Steuern abgezogen werden können auf Kantonsebene aber bloss gut 3000 Franken pro Jahr und Kind.

Angesichts der Zuwanderungsinitiative, des Fachkräfte-Mangels und der Notwendigkeit, Beruf und Kinderbetreuung aufeinander abzustimmen, ist dies grundfalsch! Es kann nicht sein, dass wegen der Kita-Kosten gerade gut qualifizierte Frauen oder Männer indirekt an den Herd gezwungen werden – und dies in Zeiten, wo unsere Volkswirtschaft auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen ist. Da investieren wir Millionen in die gute Ausbildung unserer jungen Menschen – und kaum im Beruf stehend, stellen wir sie vor die Wahl: Kinder oder beruflicher Erfolg. Es braucht mehr gute Familienpolitik in Bern. Diese Petition an den Grossen Rat wird die Stimme der Betroffenen ins Rathaus bringen. Ich  stehe voll und ganz hinter dieser Petition – Sie auch? Unterzeichnen Sie gleich online: Es ist einfach,  gratis – und unterschreiben können alle, ungeachtet von Wohnhort und Staatsbürgerschaft. Helfen Sie mit, dass wir nicht weiterhin Ausbildungsinvestitionen ungenutzt abschreiben könnnen – helfen Sie mit, den Bedarf an Arbeitskräften mit inländischen Vätern und Müttern zu decken! Danke.

 

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Béatrice Wertli

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